"KITA FIT - Gesundheit und Bildung"
Eintägige Teamfortbildung in der Kindertagesstätte 'Pusteblume' in Neitersen - ErzieherInnengesundheit im Fokus
Im Fokus der eintägigenTeamfortbildung, die am 10. Oktober 2012 erstmals in der Kita Pusteblume in Neitersen (Rheinland-Pfalz) durchgeführt worden ist, stand das Thema „Gesundheit und Bildung in der Kindertagesstätte“. Neben der Gesundheit der Erzieher/-innen wurde die Bedeutung der Bewegung für gesunde Entwicklungs- und Bildungsprozesse der Kinder thematisiert.
KITA FIT - Gesundheit und Bildung
Innerhalb des Spektrums Erzieher/-innengesundheit spielt neben dem gesund-heitlichen Wohlbefinden der pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die positive Entwicklung der Kinder, die auch durch die Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beeinflusst wird, eine zentrale Rolle. Denn nicht zuletzt hängt die Qualität der pädagogischen Arbeit von der individuellen und kollektiven Zufriedenheit und dem Wohlbefinden der Erzieherinnen und Erzieher ab. Im beruflichen Kontext Kindertagesstätte spielen Faktoren wie Arbeitsumgebung, Anforderungen, die sich aus der Arbeitsaufgabe heraus ergeben sowie organisatorische, soziale und gesellschaftliche Umstände eine entscheidende Rolle für die psycho-physische Gesundheit der pädagogischen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.
Die BAG hat es sich gemeinsam mit der IKK Südwest zur Aufgabe gemacht, in diesem Kontext eine eintägige Teamfortbildung für Kindertagesstätten in den Bun-desländern Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland anzubieten.
Gelungener Start in Neitersen
Die erste Teamfortbildung fand am 10. Oktober 2012 in der Kindertagesstätte Pusteblume in Neitersen statt. Nach der Begrüßung und einem kurzen praxisnahen Einstieg in das zentrale Thema Gesundheitsförderung in der Kita, stand nun das Expertenwissen der Erzieher/-innen im Mittelpunkt. Im Rahmen der Veranstaltung wurden vormittags arbeits-bezogene Belastungsfaktoren durch das gesamte Kita-Team identifiziert und diesbezüglich potenzielle Lösungsmöglichkeiten erarbeitet.
Nach einer gemeinsamen Mittagspause wurde mit einem Vortrag zum Thema „Bedeutung der Bewegung für Gesundheit und Bildung“ durch Miriam Lohs, Bildungsreferentin der Bundesarbeitsgemeinschaft, in den Nachmittag eingeführt.
Anschließend wurde das Thema: „Kinder sich bewegen lassen - Zur Bedeutung des Umganges mit Wagnis- und Risikositua-tionen innerhalb einer gesunden Entwick-lung von Kindern“ von Reinhard Liebisch, Referent für Aus- und Weiterbildung bei der Bundesarbeitsgemeinschaft, sehr pra-xisnah vermittelt. Hier wurde insbeson-dere der Stellenwert von Haltungen und Einstellungen der Erwachsenen zum Thema Wagnis- und Risiko thematisiert. Der abschließende Baustein der Teamfortbildung „Entspannung“ beinhaltete sowohl kind- als auch erwachsenengemäße Entspannungsformen und -techniken.
Erzieherinnen und Erzieher im Mittelpunkt
„Endlich standen wir mal im Mittelpunkt einer Fortbildung und nicht immer nur die Kinder“, dies war das abschließende Statement einer Erzieherin der Kita Puste-blume. Auch die anderen Teilnehmer waren der Meinung, dass man die Fortbildung „KITA FIT – Gesundheit und Bildung“ in jedem Falle weiterempfehlen könne. Weitere Informationen zu der Teamfortbildung finden Sie auf der Homepage der Bundesarbeitsgemeinschaft für Haltungs- und Bewegungsförderung e.V.: www.haltungbewegung.de
Eine Wasser-Matsch-Baustelle entsteht im Bewegungskindergarten „Pusteblume“
Im Rahmen seines Anerkennungsjahres richtet Lothar Wiederhold momentan gemeinsam mit den Kindern eine Wasser-Matsch-Baustelle auf dem Aussengelände der Kindertagesstätte „Pusteblume“ in Neitersen ein.
Die Projektidee entwickelte sich während eines Spaziergangs zum Spielplatz und einem Waldtag, bei dem die Kinder voller Elan versuchten Bachläufe zu stauen und Brücken zu errichten.
Bei der Umsetzung des Projektes auf dem Gelände der Kita haben die „PUSTEBLÜMCHEN“ sehr engagiert `ne Menge Erde bewegt sowie Matschgruben und „geplante“ Wasserlöcher ausgehoben.
Mit professionellem Werkzeug wie Spaten, Schaufeln und Rohre machen sich die Kinder nun täglich motiviert an die Arbeit. Jeder darf einmal der „Chef“ oder „Baustellenleiter“ sein, Absprachen und Regeln werden gemeinsam getroffen, vereinbart und diskutiert – so entsteht kein Streit.
Es ist sehr faszinierend die Kinder in ihrer Engagiertheit zu beobachten und zu sehen wie viel Freude sie dabei haben, sich draussen zu bewegen und unbekümmert im Matsch spielen und graben zu können.
Jeden Tag entwickeln sich neue Ideen und Vorhaben. So sind als nächstes „Rohrverlegungen und Filterbau“ geplant, um Wasser von einem Becken zum anderen fliessen zu lassen – auch ein Staudamm und eine Brücke sollen entstehen. „Ganz nebenbei“ erkennen die Kinder während ihres Tuns physikalische Gesetzmäßigkeiten des Wassers und erleben naturwissenschaftliche Experimente.
Dass eine Baustelle auch gewissen Sicherheitsvorschriften unterliegt, erfuhren die Kinder bei der Ortsbesichtigung mit der Sicherheitsbeauftragten der Gemeindeunfallkasse, Frau Skopek, die unzählige Fragen zu beantworten hatte.
Wobei den Kindern eine Frage ganz besonders wichtig war „Wie tief dürfen wir graben?“. Auf deren Antwort: “So tief, dass ihr noch über den Rand schauen könnt, wenn ihr im Loch steht. Etwa bis zur Nasenspitze!“ entgegneten die klugen „Bauexperten“: „Dann können wir so tief graben, bis zur Nasenspitze von unserem Erzieher.“
Auf jeden Fall wollen die Kinder ihre Wasser-Matsch-Baustelle „fest einzäunen mit abschließbarem Tor“, damit der Platz lange erhalten bleibt.
Unter dem Motto: „Früh übt sich, wer nachhaltig lernen möchte“
erforschten die "Pusteblümchen" das Element Wasser
Am Samstag, den 17.03.2012 haben Kinder der Kita Pusteblume in Neitersen mit ihren Vätern eine Experimentierwerkstatt zum Thema Wasser erlebt.
Als Fortführung der Fortbildung von Leuchtpol zum Thema Energie haben die Erzieherin Barbara Hassel und Lothar Wiederhold, Erzieher im Anerkennungsjahr, verschiedene Experimente, Forschungsaufgaben, Fragebögen und Modelle bauen und bearbeiten lassen.
Eine „Schatzsuche“ zum Wasserzähler im Keller wurde bereits im Kindergarten durchgeführt, denn sauberes Trinkwasser ist wertvoll und lebensnotwendig. Beim selbst gebauten Filter wurde auch deutlich, wie aufwendig die Trinkwassergewinnung ist. Klares Wasser, aus dem auch kleinste Partikel rausgefiltert sind, kann zum Beispiel immer noch schäumen vom eingebrachten Spülmittel und ist deshalb noch lange nicht als Trinkwasser zu nutzen.
Mit den Vätern zusammen haben die Kinder ein Aquarium bepflanzt und versiegelt, um den Wasserkreislauf mit dem verdunsteten Wasser beobachten zu können. Anhand unterschiedlicher Tulpen konnten alle sehen, dass Pflanzen Farbe auch trinken und sich dann verfärben. Auch für die Pflanzen- und Tierwelt ist deshalb sauberes Wasser lebensnotwendig.
Es wurde der Frage: „Warum schwimmt Glas und wann sinkt es?“ mit Wasserwanne und verschiedenen Glasgegenständen nachgegangen.
Auch die Kleinsten durften an verschiedenen Stoffen ausprobieren, welches Material schwimmt und welches sinkt, mit welchem Material kann ich Wasser transportieren, weil es sich voll saugt oder wie funktioniert ein „Wasseraufzug“ mit einem Glas und einer Kerze.
Im Außengelände waren verschiedene Wannen und eine Wasserbahn aufgebaut, um die Ergebnisse aus der Schiffs- und Floßwerkstatt, sowie die Papierseerosen direkt auszuprobieren.
Zum Thema Energiegewinnung aus Wasser gab es die Möglichkeit ein Schaufelrad zu bauen und anhand von Bild- und Buchmaterial verschiedene Wasserkraftwerke kennen zu lernen. Am Schluss wurde der Fragebogen ausgewertet, mit anschließender Siegerehrung und Preisverleihung.
ALLE HABEN GEWONNEN: Spaß beim Tun, mehr Wissen um das Element Wasser und die Erkenntnis Trinkwasser mehr zu schätzen.











