Tour1: Kirchen und andere Altertümer

Wegbeschreibung

Beginn: Parkplatz im Osten von Kircheib
Länge: 11 km

Höhenprofil

Gastronomie in: Kircheib, Mehren-Adorf, Maulsbach und Forstmehren 

Wegebeschreibung und Karte zum Download 
(mit Topographischem Kartenausschnitt ("Geobasisdaten TK 25 (c) Landesamt für Vermessung und Geobasisinformation Rheinland-Pfalz 28.11.2003; Az.:26722-1.401)
www.lvermgeo.rlp.de

GPX-Download

Route:

B8 auf linksseitigem Radweg Richtung Köln, hinter Reifen Krah links nach Neuenhof, nach Bachbrücke links am Hof Röttgen vorbei, hinter Neuenhof links abbiegen nach Hähnen, Ortswegweisung nach Mehren folgen (über Hähnen, Hirz-Maulsbach, Maulsbach, Niedermaulsbach, Hardtmühle), in Mehren hinter der Kirche links über Fiersbach zurück nach Kircheib 

Besonderheiten der Tour:

Zu Beginn durchfahren wir den Ort Kircheib entlang der B 8, einer schon seit frühgeschichtlicher Zeit bestehenden Höhenstraße. Einst Wanderpfad und Handelsweg der Kelten, war sie später Teil des vorrömischen Wegenetzes.

Bevor wir Richtung Neuenhof abbiegen sollten wir uns die Zeit nehmen noch das Wahrzeichen von Kircheib anzusehen; eine mehr als 900 Jahre alte romanische Kirche mit Westturm und einer dreischiffig, flachgedeckten Basilika (s. Hinweisschild). Neben einem romanischen Taufstein besitzt diese Kirche eine der ältesten Glocke (um 1200) des Kreises. Der kurze Abstecher dorthin (noch wenige Meter geradeaus und dann rechts in die Kirchstraße)lohnt sich, da die aus Bruchsteinen erbaute Kirche mit ihrem fast burgähnlichem Aufbau einen bleibenden Eindruck hinterlässt.

Die Tour führt nun nach Neuenhof, wo einst eine frühmittelalterliche Burganlage, die Motte Broichhausen, stand. Ein heute noch ca. 5 m hoher Wohnhügel (als Hochebene erkennbar) und Reste eines Wassergrabens erinnern an diese Turmhügelburg.
Hinter dem alten Hof Röttgen kann man links über einen Fußweg zu diesem Naturdenkmal gelangen.
Wenige Meter weiter sieht man links das Wohnhaus von Jonny Winters mit seinem kleinen Elvis Museum. Es ist nur an bestimmten Tagen geöffnet, auf Anfrage ist hier jedoch eine Besichtigungen für Gruppen möglich.  
Über Hähnen und Hirz-Maulsbach fahren wir dann hinab in das Tal des Mehrbaches.
Hier geht es mit leichter Steigung an der ehemaligen Hardtmühle (erste Erwähnung bereis im 14. Jahrhundert) vorbei.

Wir gelangen nach Mehren, eines der schönsten Fachwerkdörfer im Westerwald. Ein großer Teil des Dorfes steht wegen der alten Gebäude unter Denkmalschutz.

Die wichtige Mittelpunktstellung des Dorfes, die im Mittelalter zum Bau einer Kirche führte, ist nicht mehr ersichtlich. Nur die in der Nähe befindlichen „Römergräben“ und die Reste befestigter Wohntürme lassen eine uralte Grenze vermuten, die noch heute als Sprachgrenze feststellbar ist. Die Mehrener Kirche (aus den 12. Jahrhundert) ist ein typischer Vertreter der Basilika und gilt als Dokument der romanischen Baukunst.

Wenig unterhalb der Kirche können Sie auch das "Bullesje", ein altes Dorfgefängnis aus dem 15 / 16 Jahrhundert besichtigen. Weitere Infos zum Dorf finden Sie hier.

Auf der Rückfahrt nach Kircheib kommt auch der Naturliebhaber noch einmal auf seine Kosten. Am Ortsende von Fiersbach kann man ca. 50 m links Richtung Maulsbach fahren, wo eine als Naturdenkmal geschützte, alleinstehende Eiche in der malerischen Wiesenlandschaft zu finden ist.

 

Als Naturdenkmal ist auch der imposante Ilexbestand eingestuft, auf den wir bei unserer Weiterfahrt durch den Altenkirchener Forst treffen. Das verstärkte Vorkommen von Ilex (auch Stechpalme genannt) auf der linken Waldseite macht auf diesen Waldbereich aufmerksam und lädt zum Waldspaziergang ein, um sich die alten Zeugen aus den Zeiten der Waldbeweidung näher anzusehen.

Bevor nach wenigen Kilometern Weiterfahrt Kircheib erreicht ist, kann man noch einen Abstecher in die Schulstrasse machen um sich dort den alten Backes anzusehen, dessen Funktion bei Dorffesten gerne ausprobiert wird.

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