Jahr des Bergbaus 2020 in Altenkirchen-Flammersfeld

Ein bedeutender Wirtschaftszweig in unserer Heimat war über Jahrhunderte die Eisengewinnung. Als 1965 die letzte Spateisengrube, die Grube Georg in Willroth, geschlossen wurde, ging auch diese traditionsreiche Industrie zu Ende.

Der Förderverein Bergbau- und Hüttentradition (Bergbauförderverein) und die Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld wollen das Jahr 2020 nutzen, um auf die Bedeutung der einstigen Bergbau- und Hüttentradition im heimischen Raum hinzuweisen. 2020 wird daher zum „Jahre des Bergbaus“ ausgerufen, zumal es in diesem Jahr mehrere Jubiläen in diesem Themenspektrum gibt:

  •   90 Jahre Schließung Grube Louise (Bürdenbach)
  •   55 Jahre Schließung Grube Georg (Willroth)
  • 185 Jahre Alvenslebenstollen (Burglahr)
  • 185 Jahre Krupp im Wieder Bezirk des Siegerländer Erzbergbaus

Mit verschiedenen Veranstaltungen im Bergbaujahr, rund um das Thema „Bodenschätze“,  soll die Wirtschaftsgeschichte der Verbandsgemeinde verständlich und erlebbar gemacht werden.

Geplante Veranstaltungen:

27.03.202055 Jahre Sillegung der Grube Georg, Geselliges Treffen von ehemaligen Bergleuten und Bilder-Präsentation        
28.03.2020Eröffnung der Besuchersaison des Förderturm Willroth
29.03.202090 Jahre Stillegung Grube Louise, geführte Wanderung
Frühjahr 2020Aufnahme Grube Petersbach (Eichelharst) in den Geopark Westerwald-Lahn-Taunus
19.04.2020Öffentliche Führung im Alvenslebenstollen
13.09.2020Führungen im Alvenslebenstollen (Burglahr) und auf den Förderturm Grube Georg (Willroth)

Weitere Einzelheiten finden Sie im Info-Faltblatt "Jahr des Bergbaus 2020" (Flyer zum Download)

Alvenslebenstollen

Der Alvenslebenstollen in Burglahr, ein bergbauliches Kleinod, ist ein Wasserlösungsstollen der Grube Louise, der von 1835-1864 gebaut wurde. Er wurde nach Albrecht Graf von Alvensleben (ehem. Preußischer Finanzminister) benannt.
Auf dem schnurgeraden Verlauf von insgesamt 1546 Metern, für Besucher 400 m zugänglich, kann man ein Stück Geschichte erleben: Es finden sich Gedingepflöcke, Lachter-Tafeln, die den Baufortschritt dokumentierten und Nachweise der späteren Sprengarbeit mit Schwarzpulver.
Zudem gibt es schöne mineralogische Besonderheiten, wie Malachit und Chrysokoll-Ausblühungen.

Besichtigung mit Führung nach Vereinbarung (Erwachsene: 3,00 Euro • Kinder: 2,00 Euro)

Informationen und Anmeldungen:
Herrn Albert Schäfer, Willroth, Tel.: 02687/8697
Herrn Klaus Brommenschenkel, Burglahr, Tel.: 02685/989707
sowie mit der Tourist-Information  57632 Flammersfeld, Tel.: 02685-809-193• E-Mail: info(at)vg-flammersfeld.de

Förderturm der "Grube Georg"

Der Bergbau begann hier vor über 1000 Jahren im Tagebau in den Wäldern des sogenannten „Horhauser Gangzuges“ (Raum Horhausen). Der 56 m hohe Förderturm der Grube Georg ist das Zeichen des modernen Eisenerzbergbaus der Region. Mit der Schließung dieser Grube am 31. März 1965 ging der Siegerländer Erzbergbau im sogenannten „Wieder-Bezirk“ zu Ende und 550 Bergleute wurden arbeitslos.

Zu Betriebszeiten existierten zwei Schachtanlagen (Schacht I und II) mit je einem separat errichteten Förderturm. Der heute noch bestehende Förderturm befindet sich unmittelbar über der Schachtanlage II, die eine maximale Tiefe (bergmännisch: Teufe) von rund 970 m aufweist. Die Grube war bekannt für ihr hohes Erzvorkommen, da sich neben dem sogenannten Eisenspat (auch Siderit genannt) ein hoher Anteil Mangan befand. Insgesamt wurden rund 6,5 Mio. Tonnen Eisenerz abgebaut.

Der Förderturm steht als Wahrzeichen der Region und ist von weitem sichtbar direkt an der Autobahn A3 (historische Raiffeisenstraße) und der ICE-Trasse Köln-Frankfurt. 1988 wurde der Turm zum Industriedenkmal erklärt und in den Jahren 1994/95 mit Landesmitteln renoviert. Heute dient der Förderturm vor allem als Touristenattraktion.

Im Zeitraum von April bis Oktober findet jeden 3. Samstag im Monat um 14:30 Uhr
(geöffnet bis 16:00 Uhr) eine Besichtigung bis hoch zu den Förderrädern statt.

Von hier aus bietet sich dem Besucher (Mindestalter 14 Jahre) bei schönem Wetter eine herrliche Aussicht über die Region Westerwald/Rhein. Zusätzliche Besichtigungen für Besucher sind nach vorheriger Vereinbarung auch an anderen Terminen möglich

Eintritt: Erwachsene: 3,00 Euro • Kinder: 2,00 Euro

Informationen und Anmeldungen:
Tourist-Information, Tel.: 02685/809-193
oder
Bürgerinitiative Willroth, Jürgen Kalscheid, Tel.: 02687/1323.

Devon Platz

Im Sommer des Jahres 1999 wurden beim Neubau der ICE-Eisenbahn-Trasse von Köln zum Rhein-Main-Gebiet großflächig Gesteine aus der Zeit des Unter-Devons im Bereich der Ortschaften Hombach, Epgert, Krunkel und Willroth freigelegt.

Gefunden wurden Seeskorpione, Überbleibsel von Chasmataspiden (die sowohl Merkmale von Seeskorpionen als auch von Pfeilschwanzkrebsen aufweisen), ein Rest eines tausendfüßlerähnlichen Arthropoden und die ältesten im Rheinischen Schiefergebirge nachgewiesenen Spinnentiere.

Der DEVON-Platz in Epgert nimmt Sie mit auf eine erdgeschichtliche Reise in die Zeit des Erdaltertums, welches vor 417 Millionen Jahren begann und vor etwa 358 Millionen Jahren endete. Hier erfahren Sie mehr von der Rheinischen Meeresstraße, dem bis zu 2,5 m großen Jaekelopterus Rhenanie und der Kollision des Old Red-Kontinent mit dem Kontinent Gondwansund.

weitere Infos: http://www.gemeinde-krunkel.de/wir-in-krunkel/devon-platz.html

Hausanschrift

Verbandsgemeindeverwaltung
Altenkirchen
Rathausstraße 13
57610 Altenkirchen

Telefon:
02681 85-0 (Zentrale)

Fax:
02681 7122 (Zentrale)

E-Mail: rathaus@vg-altenkirchen.de

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(nur Melde- und Passangelegenheiten)

 

Öffnungszeiten Standesamt

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Donnerstag
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