Unsere Verwaltung bleibt bürgernah

"Wir packen es an!"

Fred Jüngerich bedankt sich bei allen Bürgerinnen und Bürgern, den Kolleginnen und Kollegen beider Verwaltungen und der Politik.

Ab dem 1. Januar 2020 ist die neue Gebietskörperschaft "Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld" eine der größten ihrer Art in Rheinland-Pfalz. Bürgermeister Fred Jüngerich, der auch der neuen Groß-VG zunächst einmal für acht Jahre vorstehen wird, sieht den Prozess der Zusammenlegung schon weit fortgeschritten, wie er in einem Interview  darlegte.

Fred Jüngerich ist bis zum "Ableben" der VG Altenkirchen deren Bürgermeister. Nach winziger Übergangsfrist unter dem Ersten Beigeordneten Heinz Düber wird er dann für die nächsten acht Jahre auch die Geschicke der neuen Groß-VG Altenkirchen-Flammersfeld lenken.

Fred Jüngerich betont, auch nach dem Neujahrstag bleibt noch viel zu tun, bis beide Einheiten wirklich zu einer Verbandsgemeinde (VG) verschmolzen sind. Das Gespräch im Wortlaut:

Wie viel Prozent der notwendigen Arbeiten sind bereits erledigt?
Die politische Basis für einen guten Fusionsstart ist schon seit geraumer Zeit gegeben. Das waren sicher 40 bis 50 Prozent. Nunmehr müssen die Verwaltungen zusammengeführt werden. Das ist Detailarbeit. Die Fachbereiche (Abteilungen) sind bereits umgezogen, das heißt, die Kommunalen Betriebe (VG-Werke) und große Teile des Ordnungsamtes sitzen seit einigen Wochen in Flammersfeld. Die Bauverwaltung, das Sozialamt und die Finanz- und Organisations-/Personalabteilung haben im Rathaus in Altenkirchen Einzug gehalten.

Und wie viel Prozent fehlen noch?
Der Fusionsprozess wird auch nach dem 1. Januar noch weiterlaufen. Es müssen eine Vielzahl von Dienstanweisungen, Dienstvereinbarungen, Satzungen und insbesondere Gebühren- und Beitragssätze, zum Beispiel im Bereich "Wasser und Abwasser", vereinheitlicht und angepasst werden. Auch müssen bislang unterschiedliche Verwaltungsabläufe einer Gemeinsamkeit zugeführt werden. In Prozent lässt sich dies nur schwierig ausdrücken.

Gab es bislang irgendwelche Probleme beim Zusammenlegungsprozess?
Probleme gab es nicht. Es gab Aufgabenstellungen, die gelöst werden mussten, sowohl bei der politischen Festlegung der Grundsätze, als auch aktuell bei der Neuausrichtung der Verwaltungsstruktur. An dieser Stelle bedanke ich mich ausdrücklich bei den Mitgliedern der beiden (politischen) Lenkungsgruppen für das konstruktive Miteinander und bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beider Rathäuser. Besonders die beiden Büroleitungen Sonja Hackbeil und Eugen Schmidt haben gemeinsam mit den Fachbereichsleitern und deren Stellvertretern Großes geleistet.

Wie wird am 1. Januar um 0 Uhr die Fusion begrüßt?
Das weiß ich noch nicht. Ich kann mir aber vorstellen, dass Vertreter beider Verbandsgemeinden der neuen Verbandsgemeinde mit einem Glas Sekt zuprosten.

Zu Ihrer Position: Ihre Amtszeit in Altenkirchen endet am 31. Dezember, 24 Uhr. Werden Sie automatisch direkt neuer Bürgermeister der Groß-VG?
Meine Amtszeit als Bürgermeister der VG Altenkirchen läuft am 31. Dezember um 24 Uhr aus. Als Bürgermeister der neuen VG Altenkirchen-Flammersfeld bin ich bis zum 31. Dezember 2027 gewählt. Bürgermeister wird man durch Ernennung und Vereidigung. Das muss durch formalen Akt, Überreichen der Ernennungsurkunde und Abnahme des Amtseids, geschehen. Im Rahmen der konstituierenden Sitzung des neues VG-Rates am 3. Januar wird der Erste Beigeordnete der VG Altenkirchen, Heinz Düber, diese Formalie vornehmen. Düber tritt kraft expliziter Regelung im Fusionsgesetz ab 1. Januar, 0 Uhr, bis zum Zeitpunkt meiner Ernennung am 3. Januar an die Stelle des Bürgermeisters der neuen VG und nimmt in dieser Zeit dessen Aufgaben, also die Führung der Amtsgeschäfte, wahr.

Wann werden die Gremien der neuen Groß-VG ihre Arbeit aufnehmen?
Der neue VG-Rat konstituiert sich, wie zuvor gesagt, am 3. Januar. In dieser Sitzung wird auch die Hauptsatzung der neuen VG beschlossen. Diese ist zwingend notwendig, und sie muss in Kraft getreten sein, um einerseits die Anzahl und Art der Ausschüsse zu benennen sowie deren Mitglieder zu wählen und andererseits die Beigeordneten zu wählen und zu ernennen. Mithin nimmt der VG-Rat seine Arbeit nach der konstituierenden Sitzung auf und die Ausschüsse nach einer weiteren VG-Ratssitzung am 23. Januar.

Wann soll der erste gemeinsame Haushalt verabschiedet werden?
Die neue VG muss einen gemeinsamen Haushalt führen. Wir können nicht mehr getrennt mit zwei Haushalten, nämlich denen der beiden alten VGs, arbeiten, weil es ab 1. Januar nur noch eine gemeinsame VG gibt. Die Haushaltssatzung mit Haushaltsplan wird voraussichtlich in der Sitzung des VG-Rates am 7. April beschlossen. Früher geht es von der zeitlichen Schiene her nicht.

Wann werden Gebühren und Beiträge der beiden VG-Werke angeglichen sein?
Das Fusionsgesetz räumt hierfür eine Zeitspanne von bis zu zehn Jahren ein. So lang wollen und werden wir natürlich nicht warten. Wir sind bereits aktuell dabei, die unterschiedliche Gebühren- und Beitragsstruktur der VG-Werke Altenkirchen und Flammersfeld bezogen auf Vereinheitlichung hin zu prüfen. Im Zuge dessen holen wir uns auch externen Sachverstand ein.

Sind die führenden Positionen in der neuen Groß-VG bereits besetzt?
Ja, die Positionen sind benannt, und die Benennung ist auch zuvor mit den politischen Vertretern sowie mit den Ortsbürgermeisterinnen und Ortsbürgermeistern kommuniziert worden. Die künftige Besetzung gestaltet sich wie folgt - Büroleitung einschließlich Fachbereichsleitung "Organisation": Sonja Hackbeil, Stellvertretung: Lothar Walkenbach; Fachbereichsleitung "Finanzen": Annette Stinner, Stellvertretung: Anja Weingarten; Fachbereichsleitung "Infrastruktur, Umwelt und Bauen": Burkhard Heibel, Stellvertretung: Martin Fischbach; Fachbereichsleitung "Bürgerdienste": Armin Schmuck, Stellvertretung: Frank Diefenthal; Fachbereichsleitung "Soziales und Generationen": Sascha Koch, Stellvertretung: Natalja Neufeld-Gnörich; Fachbereichsleitung "Kommunale Betriebe": Jürgen Kolb, Stellvertretung: Beate Drumm/Joachim Schuh/Harald Bitzer; Leitung Stabsstelle "Wirtschaftsförderung, Strukturentwicklung, Tourismus, Kultur": Eugen Schmidt, Stellvertretung: Dirk Fischer.

Wann stehen die neuen Beigeordneten fest?
Es ist geübte Praxis, dass das Vorschlagsrecht zur Wahl der drei Beigeordneten den Fraktionen nach der Anzahl der erhaltenen Stimmen zusteht. Demnach wird die CDU-Fraktion den Ersten Beigeordneten, die SPD-Fraktion den weiteren (zweiten) Beigeordneten und die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen den weiteren (dritten) Beigeordneten vorschlagen und stellen.

Was ändert sich für Otto Normalverbraucher?
Die bürgerrelevanten Bereiche wie beispielsweise das Bürgerbüro und das Standesamt sind an beiden Rathausstandorten vorhanden. Das Sozialamt, welches seinen Sitz in Altenkirchen hat, bietet in Flammersfeld Bürgersprechstunden an. Beide Bürgerbüros haben durchgehend geöffnet. Am Mittwochnachmittag bleiben beide Rathäuser ab 12 Uhr geschlossen, um Arbeitsvorgänge zu bearbeiten und E-Mails zu beantworten. Für die Ortsbürgermeisterinnen und Ortsbürgermeister werden die Wege etwas länger, da beispielsweise die VG-Werke nur noch in Flammersfeld und das Bauamt und die Finanzabteilung nur noch in Altenkirchen vorzufinden sind.

Wann wird der Fusionsprozess endgültig abgeschlossen sein?
Bis die unter Antwort zur Frage "Und wie viel Prozent fehlen noch" genannten Positionen abschließend bearbeitet, angeglichen und umgesetzt sind, wird noch einige Zeit vergehen. Wann das genau sein wird, kann ich noch nicht sagen. Das wäre der berühmte "Blick in die Glaskugel".

Welche Lebenserwartung räumen Sie der neuen VG unter dem Stichwort "weitere Kommunalreform/en" ein?
Die letzte Fusion auf Ebene der VGs liegt knapp 50 Jahre zurück, das waren Altenkirchen und Weyerbusch. Die neue VG Altenkirchen-Flammersfeld zählt mit über 35.000 Einwohnern und 68 Ortsgemeinden zu den größten in Rheinland-Pfalz. Eine Ausdehnung in südlicher und östlicher Richtung wäre mit einer Veränderung von Landkreisgrenzen verbunden. Ob die zweite Stufe der Kommunal- und Verwaltungsreform an diesen Grenzen rüttelt, bleibt ebenso abzuwarten, wie weitere Gebietsreformen innerhalb des Landkreises Altenkirchen. Eine Verwaltungsstruktur auf unterster Ebene muss aber auch noch bürgernah und händelbar bleiben.

Was wünschen Sie sich und der neuen VG in den kommenden acht Jahren Ihrer Amtszeit?
Ich wünsche mir persönlich, gesund zu bleiben. Für die neue VG erhoffe ich mir eine stabile Haushaltslage, damit sie sich zukunftsfähig und bürgerorientiert weiterentwickeln kann.

Quelle: AK Kurier (hak), 5. Dezember 2019

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

anlässlich der bevorstehenden Fusion findet ab dem 23. September bis Anfang Oktober bereits der Umzug einiger Mitarbeiter/-innen unserer Verwaltungen statt.

Die Einwohnermeldeämter (Bürgerbüro) sowie die Standesämter sind vom Umzug nicht betroffen.

Alle Mitarbeiter*innen aus Altenkirchen und Flammersfeld, die künftig im Bereich der Fachbereiche Organisation, Finanzen, Infrastruktur, Umwelt und Bauen sowie Soziales und Generationen eingesetzt sein werden, sind nach dem Umzug im Rathaus in Altenkirchen (Rathausstraße 13) anzutreffen.

Die Mitarbeiter*innen aus dem Bereich Wirtschaftsförderung, Strukturentwicklung, Tourismus, Kultur, den weiteren Teilbereichen des Fachbereichs Bürgerdienste sowie dem Fachbereich Kommunale Betriebe (inklusive Verbandsgemeindewerke) sind nach dem Umzug im Verwaltungsgebäude in Flammersfeld (Rheinstr. 17) erreichbar.

Für Besucherinnen und Besucher des Sozialamtes bieten wir neben den regulären Öffnungszeiten in Altenkirchen künftig donnerstags in der Zeit von 14:00 Uhr bis 18:00 Uhr sowie nach Terminvereinbarung Sprechzeiten im Rathaus Flammersfeld an.

Wir empfehlen, sich in dringenden Angelegenheiten während des Umzugszeitraums vorab mit den zuständigen Mitarbeiter*innen telefonisch in Verbindung zu setzen und einen Termin zu vereinbaren.Auf den Internetseiten der Verbandsgemeinden Altenkirchen (www.vg-altenkirchen.de) und Flammersfeld (www.vg-flammersfeld.de) finden Sie die Telefonnummern all Ihrer Ansprechpartner/-innen, die zunächst unverändert bleiben.

Ihre Verbandsgemeindeverwaltungen

Altenkirchen und Flammersfeld

 

 
  

 

 
 

Aktuelle Neuigkeiten zur bevorstehenden Fusion

Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger der Verbandsgemeinden Altenkirchen und Flammersfeld,

hiermit möchten wir Sie über den aktuellen Sachstand der zum 1. Januar 2020 anstehenden Fusion der beiden Verbandsgemeinden Altenkirchen und Flammersfeld informieren.

Nachdem die Fusion im Wesentlichen dank der Mithilfe der beiden Lenkungsgruppen und ihrer getroffenen Entscheidungen politisch auf sehr gutem Wege festgeschrieben werden konnte, sind die Dienststellenleitungen beider Rathäuser nunmehr daran, die Fusion auch verwaltungstechnisch umzusetzen.

Die im Fusionsvertrag getroffenen Regelungen (insbesondere ein abgrenzbarer Fachbereich sowie ein Bürgerbüro am Standort in Flammersfeld) und die in beiden Rathäusern gegebenen räumlichen Verhältnisse müssen in die Entscheidungsfindung einfließen.

Derzeit ist vorgesehen, den Fachbereich "Kommunale Betriebe (Verbandsgemeindewerke, Verwaltung Bauhof, Kommunale Beteiligungen)" in Flammersfeld anzusiedeln. Darüber hinaus soll der Bereich der Wirtschaftsförderung am Standort Flammersfeld vorgehalten werden, weil sich im Industriegebiet an der A 3 aktuell das meiste bewegt.

Für die bürgerrelevanten Bereiche der Fachbereiche "Bürgerdienste (Ordnungsamt)" und "Soziales und Generationen (Sozialamt)" sollen an beiden Rathausstandorten Anlaufstellen/Büros eingerichtet werden.

Ungeachtet der vorgenannten räumlichen Fragen arbeiten beide Häuser derzeit akribisch an Systemangleichungen der Software, an der Vereinheitlichung interner und externer Vorschriften sowie an der - teils vorgeschriebenen - Kompensation unterschiedlicher Verwaltungs- und Abgabenstrukturen.

Insgesamt 605 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Verwaltung, Kindertagesstätten, Schulen, Bauhof und sonstige Einrichtungen, die sich in der Trägerschaft der Verbandsgemeinden befinden) zählen beide Verbandsgemeinden (Altenkirchen 430 und Flammersfeld 175) derzeit. In den beiden Rathäusern arbeiten insgesamt 151 Bedienstete (Altenkirchen 100/Flammersfeld 51). Nach derzeitigem Stand müssen von Altenkirchen nach Flammersfeld ca. 25 und umgekehrt ca. 27 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wechseln.

Sollten Sie Fragen, gleich welcher Art, zum Thema "Fusion" haben, wenden Sie sich gerne an die Unterzeichner oder die beiden Büroleitungen.

Eine gute Zeit wünschen Ihnen

Fred Jüngerich
Bürgermeister der Verbandsgemeinde Altenkirchen

und

Rolf Schmidt-Markoski
Erster Beigeordneter der Verbandsgemeinde Flammersfeld

Hier finden Sie den Brief zum Download

Landesgesetz über den Zusammenschluss der Verbandsgemeinden Altenkirchen (Westerwald) und Flammersfeld

Der Landtag verabschiedete am Mittwoch, 19. September 2018, in Mainz einstimmig das notwendige Fusionsgesetz. So werden die beiden Verbandsgemeinden Altenkirchen und Flammersfeld ab dem 1. Januar 2020 verschmelzen. Die neue Verbandsgemeinde wird den Namen „Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld“ führen. Im offiziellen Briefkopf wird die neue Kommune den Zusatz „Im Raiffeisenland“ erhalten. Damit würdigt die Region den in Hamm geborenen Friedrich-Wilhelm Raiffeisen, der als Vater der Genossenschaftsidee gilt und dessen 200. Geburtstag in diesem Jahr gefeiert wird.

Als Video finden Sie die 65. Plenarsitzung des Landtages Rheinland-Pfalz den Tagesordnungspunkts 6 zur Verabschiedung des Gesetz hier.

(Zeit: ab 3:24:40)

Historischer Akt: Gemeinsame Zukunft der Verbandsgemeinde „Altenkirchen-Flammersfeld“ ist besiegelt

Am Freitagmorgen, 13.4.2018, unterzeichneten der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Altenkirchen, Fred Jüngerich, und der Erste Beigeordnete der Verbandsgemeinde Flammersfeld, Rolf Schmidt-Markoski, die Vereinbarung über die freiwillige Fusion der Verbandsgemeinden Altenkirchen (Westerwald) und Flammersfeld.

Die Verbandsgemeinderäte der Verbandsgemeinden Altenkirchen und Flammersfeld hatten in ihren Sitzungen am 1.2.2018 bzw. 31.1.2018 den Weg für eine freiwillige Fusion zum 1.1.2020 einstimmig geebnet. Nachdem inzwischen auch die erforderlichen Beschlüsse der Ortsgemeinden in beiden Verbandsgemeinden vorliegen, besiegelten der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Altenkirchen, Fred Jüngerich und der Erste Beigeordnete der Verbandsgemeinde Flammersfeld, Rolf Schmidt-Markoski, am Freitagvormittag im Rahmen einer kleinen Feierstunde im Trauzimmer des Rathauses Altenkirchen den Zusammenschluss. Im Beisein der beiden Lenkungsgruppen sowie der beiden Büroleiter, Sonja Hackbeil und Eugen Schmidt, setzten sie ihre Unterschrift unter die gemeinsam erarbeitete Fusionsvereinbarung.

Während in der Verbandsgemeinde Altenkirchen alle Ortsgemeinden der Fusion zugestimmt hatten, konnten sich in der Verbandsgemeinde Flammersfeld insgesamt 24 Ortsgemeinden anschließen. Lediglich die beiden Ortsgemeinden Obersteinebach und Willroth hatten sich gegen die Fusion ausgesprochen.

„Die heutige Unterzeichnung der Fusionsvereinbarung ist für beide Verbandsgemeinden ein kommunalpolitisch historischer Akt. Ab dem 1. Januar 2020 wird die Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld mit über 35.000 Einwohnern die größte Verbandsgemeinde im Landkreis sein. Von den kreisweit 119 Ortsgemeinden liegen dann mit 68 Ortsgemeinden mehr als die Hälfte in unserer neuen Verbandsgemeinde, die damit auch zu den größten Verbandsgemeinden in Rheinland-Pfalz zählen wird“, so Bürgermeister Fred Jüngerich. „Die Stellung der neuen Verbandsgemeinde gewinnt kreisweit und darüber hinaus an Gewicht. Steuer- und Finanzkraft sowie weiteres Entwicklungspotential sprechen für sich. Natürlich gibt jede der beiden Verbandsgemeinden ein Stück eigene Identität auf, aber wir haben schon in den letzten Monaten gesehen, dass wir uns gut ergänzen. All dies gibt Anlass, positiv in die gemeinsame Zukunft zu blicken!“, so Jüngerich.

Nach der Unterzeichnung der Fusionsvereinbarung steht nun die Erarbeitung des Entwurfs des Landesgesetzes über den freiwilligen Zusammenschluss der beiden Verbandsgemeinden durch das Ministerium des Innern und für Sport an.

Den Verlauf der Entstehung dieser Fusion von den ersten Gesprächen Ende 2016 an, über die Sitzungen der Lenkungsgruppen und der Verwaltungen ließ der Erste Beigeordnete der Verbandsgemeinde Flammersfeld, Rolf Schmidt-Markoski, noch einmal Revue passieren. „Ich danke allen, die bislang am Fusionsprozess beteiligt waren, für die gute, ergebnisorientierte und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Durch diese innerkreisliche Fusion wurde die Verbandsgemeinde Flammersfeld nicht auseinander dividiert, und das ist auch für den Landkreis Altenkirchen von Vorteil.“, erklärte Schmidt-Markoski.

In den beiden Rathäusern steht parallel zur Erarbeitung des Entwurfs des Landesgesetzes die Vorbereitung und Umsetzung der Fusion im Fokus. Von der Ermittlung des gemeinsamen Personalbedarfs, über die Schaffung der neuen Verwaltungsstruktur oder die Zusammenführung der EDV sind bis hin zur Klärung der Raumfragen noch viele organisatorische Dinge anzupacken. Sitz der neuen Verbandsgemeinde wird das Rathaus in Altenkirchen sein; in Flammersfeld wird neben einem serviceorientierten Bürgerbüro ein Fachbereich untergebracht sein.

 

Aktueller Stand zur Beschlussfassung in den Ortsgemeinden

37 Ortsgemeinden aus der Verbandsgemeinde Altenkirchen mit insgesamt 21.133 Einwohnern haben inzwischen (Stand 27.03.2018) zugestimmt, keine der Ortsgemeinden hat sich (bislang) gegen eine Fusion mit der Verbandsgemeinde Flammersfeld ausgesprochen.

Aus dem Bereich der Verbandsgemeinde Flammersfeld liegt ebenfalls die Zustimmung von über der Hälfte der Ortsgemeinden mit mehr als der Hälfte der Einwohner vor. 22 Ortsgemeinden aus der Verbandsgemeinde Flammersfeld mit insgesamt 9.754 Einwohnern haben inzwischen (Stand 26.03.2018)zugestimmt, 2 Ortsgemeinden mit insgesamt 1.133 Einwohner haben gegen eine Fusion mit der Verbandsgemeinde Altenkirchen gestimmt. Damit haben über 50% der Einwohner (12.106 Einwohner) für eine Fusion gestimmt.

Informationsveranstaltungen zur Fusion der Verbandsgemeinden Altenkirchen und Flammersfeld

In der ersten von vier Informationsveranstaltungen im Februar 2018 in der Stadthalle Altenkirchen informierten Bürgermeister Fred Jüngerich, der Beigeordnete der VG Flammersfeld Manfred Maurer sowie die Büroleiterin Sonja Hackbeil, VG Altenkirchen, und Büroleiter Eugen Schmidt, VG Flammersfeld, die Bürgerinnen und Bürger über die bevorstehende Fusion der beiden Verbandsgemeinden.

Fred Jüngerich stellte die Fusionsvereinbarung vor und begann mit einem kurzen Rückblick. Begonnen wurde mit dem Gebietsänderungsbedarf für die Verbandsgemeinde Flammersfeld nach dem Landesgesetz über die Grundsätze der Kommunal- und Verwaltungsreform vom 28.9.2010, das vorschreibt, dass Verbandsgemeinden mit unter 12.000 Einwohnern (Stichtag 30.9.2009) sich einen Fusionspartner zu suchen haben. Hiervon war die Verbandsgemeinde Flammersfeld betroffen und musste somit dieser gesetzlichen Vorgabe Folge leisten.

Es folgten Gespräche zur Aufnahme von Fusionsverhandlungen für eine freiwillige Fusion der beiden Verbandsgemeinden zum 1.1.2020. Im Anschluss wurden politische Lenkungsgruppen zur Erarbeitung der nun bestehenden Fusionsvereinbarung gebildet. Die Beschlüsse der beiden Verbandsgemeinderäte über diese Fusionsvereinbarung wurden in Flammersfeld am 31.1.2018 und in Altenkirchen  am 1.2.2018 gefasst. Nun ist noch die Zustimmung von mehr als der Hälfte der Ortsgemeinden beider Verbandsgemeinden erforderlich, in denen mehr als die Hälfte der Einwohnerinnen und Einwohner leben muss. Für die freiwillige Fusion wird es eine finanzielle Unterstützung des Landes geben. Diese sogenannte „Hochzeitsprämie“ beträgt 1,0 Mio. Euro pro Verbandsgemeinde. Weitere Zuwendungen zur Entschuldung sowie für Investitionsmaßnahmen wurden ebenso seitens des Landes in Aussicht gestellt.

Was ist für die gemeinsame Zukunft geplant?
Unter anderem ist geplant, dass der Sitz der neuen Verbandsgemeindeverwaltung in Altenkirchen sein soll. Es wird eine Verwaltungsstelle in Flammersfeld mit einem Bürgerbüro mit erweiterter Servicequalität sowie mindestens einem Fachbereich geben. Der Name soll „Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld“ lauten. Die Vereinbarung sieht insbesondere auch Regelungen für die derzeit noch unterschiedlichen Strukturen beider Verbandsgemeinden (Finanzen, Investitionen, freiwillige Aufgaben etc.) vor.

Die Fusionsvereinbarung und eine Infopräsentation, welche bei den Veranstaltungen gezeigt wurden ist, finden Sie in der linken Spalte.

Presseartikel Mitteilungsblatt Nr. 9 Donnerstag, 1. März 2018

 

 

Ihre Ansprechpartnerin

Sonja Hackbeil
Büroleitung
Telefon:
02681 85-245
Fax: 02681 85-445
E-Mail:
sonja.hackbeil@vg-altenkirchen.de

Fusionsvereinbarung

Vereinbarung
über die freiwillige Fusion der Verbandsgemeinde Altenkirchen (Westerwald) mit der Verbandsgemeinde Flammersfeld (Stand: 17.1.2018)

Präsentation Informationveranstaltungen

zur Fusion der Verbandsgemeinden Altenkirchen und Flammersfeld

Präsentation als PDF

Hausanschrift

Verbandsgemeindeverwaltung
Altenkirchen
Rathausstraße 13
57610 Altenkirchen

Telefon:
02681 85-0 (Zentrale)

Fax:
02681 7122 (Zentrale)

E-Mail: rathaus@vg-altenkirchen.de

Öffnungszeiten

Montag - Mittwoch
8 - 12 Uhr
14 - 16 Uhr

Donnerstag
8 - 12 Uhr
14 - 18 Uhr

Freitag
8 - 12 Uhr

Bürgerbüro durchgehend geöffnet
(nur Melde- und Passangelegenheiten)

 

Öffnungszeiten Standesamt

Montag - Freitag
8 - 12 Uhr

Dienstag
14 - 16 Uhr

Donnerstag
14 - 18 Uhr

 

Bankverbindungen der Verbandsgemeindekasse

Westerwald Bank eG
IBAN: DE26 5739 1800 0070 0011 01

Sparkasse Westerwald-Sieg
IBAN: DE30 5735 1030 0000 0003 15

Sparda-Bank Südwest eG
IBAN:DE30 5509 0500 0000 9689 78